Das Bankwesen der europäischen Volksdemokratien by Dr. Ursula Fox (auth.)

By Dr. Ursula Fox (auth.)

In einer Zeit, in der guy sich im Westen um verstärkte Kontakte und um eine Intensivierung der wirtschaftlichen Beziehungen zu den Ländern des Ostblocks bemüht, darf eine Arbeit über das Bankwesen der europäischen Länder der Volksdemokratie besonderes Interesse beanspruchen. Eine solche Arbeit erscheint um so notwendiger, einmal weil guy immer wieder über­ rascht ist über das Maß an Unkenntnis, das insbesondere auf westdeutscher Seite über das Bankwesen in den Ländern des Ostblocks herrscht, und zum anderen weil gerade die Kenntnis dieser Bankensysteme in besonderem Maße geeignet ist, den Zugang zum Verständnis des in diesen Ländern herrschen­ den Wirtschaftssystems zu eröffnen, und weil schließlich damit für den am Handel mit diesen Ländern interessierten Unternehmer die Voraussetzungen für richtige Entscheidungen geschaffen werden. Die Verfasserin, die dank ihrer Ausbildung und ihrer Sprachkenntnisse für eine solche Arbeit besonders prädestiniert ist, zeigt anschaulich, wie die Funk­ tionen des Bankwesens der von ihr behandelten Länder durch die in diesen Ländern verwirklichte Wirtschaftsordnung bestimmt werden und wie diese Funktionen ihrerseits wiederum die service provider des Bankensystems be­ einflußt haben. Mit der Aufgabe der Zahlungsmittelversorgung haben die Banken in den Volksdemokratien zugleich wesentliche Funktionen der Kon­ trolle und der Lenkung des Wirtschaftsablaufs übernommen. Von dieser Auf­ gabensteIlung her erklärt sich die business enterprise des Bankensystems, die einerseits durch eine starke Konzentration im Sinne einer Beschränkung der Zahl der Kreditinstitute und andererseits durch die Spezialisierung der Ge­ schäftstätigkeit der einzelnen Institute auf bestimmte Funktionen im Bereich der Kapitalsammlung bzw. Finanzierung gekennzeichnet ist.

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B. L. Isaev, Denezno-kreditnaja sistema Narodnoj Respubliki BOlgarii, Moskva 1956, S. 26. 10 R. Etschmann, a. a. , S. 46; ähnlich auch H. Hirsch, a. a. , S. 49 und A. Zwass, Wielkosc i struktura obiegu pieni~:i:nego, a. a. , S. 99/10(). 11 V. I. Bockova, Socialisticeskaja perestrojka kreditnych sistem i ukreplenie deneznogo obra§cenija v evropejskich stranach narodnoj demokracii, a. a. , S. 113. " Vgl. übersicht 1. 7 Die Entwicklung der Währungssituation und der Bankensysteme 43 Einfache Währungsumstellungen ohne die Bedeutung eigentlicher Währungsreformen fanden 1962 in Bulgarien und 1965 in Albanien statt13 • Die Regierung in Bulgarien beabsichtigte mit der Umstellung vermutlich, "die Bevölkerung durch die entstandene Unsicherheit zu Masseneinkäufen anzuspornen und dadurch den Warenmarkt zu beleben" sowie "beim Geldumtausch eine Kontrolle über das im Privatbesitz befindliche Bargeld" auszuüben14• 2.

Thalheim, Bd. 5, BerUn 1957, S. 11 ff. Die Wirtschaftsordnung der europäischen Volksdemokratien 37 Geld eine Kategorie der entwickelten Warenwirtschaft ist, versuchte man, den Warencharakter der sozialistischen Wirtschaft nachzuweisen, um davon die Existenzberechtigung des Geldes abzuleiten. Zunächst galt die von StalinD4 entwickelte Konzeption, die Warenwirtschaft im Sozialismus sei, abgesehen von etwa noch bestehendem privatem Eigentum an den Produktionsmitteln, im Vorhandensein der zwei unterschiedlichen Formen des sozialistischen Eigentums begründet.

Jg. (1962), Nr. 5, S. 17. 111 Vgl. W. Jaworski, Zagadnienia obiegu pieni(lznego i systemu kredytowego w paiistwach socjalistycznych, Warszawa 1964, S. 55; R. Micheida, 0 ewoIucji organizacji i kontroInej funkcji kredytu - uwagi dyskusyjne, in: Wiadomosci NBP, Warszawa, 19. Jg. (1963), S. 311. m vgl. R. Michejda, 0 ewoIucji organizacH i kontroInej funkcji kredytu, a. a. , S. 311/312. m Neues Leitungssystem und aktive Finanzpolitik in der CSSR, in: Deutsche Finanzwirtschaft, Berlin, 19. Jg. (1965), Bd.

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